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EUROPÄISCHES GARTENNETZWERK – EGHN

Botanischer Garten der Haute-Bretagne

Der Botanische Garten der Haute-Bretagne ist eine zeitgenössische Anlage in einem 25 ha großen Landschaftsgarten aus dem Jahre 1848. Die Gärten lassen sich in drei Bereiche einteilen, die zugleich den Frühling, den Sommer und den Herbst symbolisieren:

„Arkadien“, bezieht sich auf die klassische antike Mythologie: „Der Garten des Olymp“, „Die Stadt Knossos“, „Die antike Stadt oder der Garten des Alkinoos“, „Die Allee der alten Rosen“ zur Erinnerung an die ältesten bekannten Rosen der Griechen und Römer, „Der Garten des Dionysos“, „Der Garten aus Tausendundeine Nacht“.

„Die romantischen Gärten“ besitzen ein fremdartiges Aussehen und wurden im Süden des 1836 errichteten Hauses angelegt. Novalis, der Schöpfer der „blauen Blume“, des Symbols der Romantik, führt den Besucher in den „Garten der blauen Quelle“ ein. Victor Hugo steht Pate für das „Tal der Dichter“ und Baudelaire für den „Garten der exotischen Parfüme“.

Der dritte Bereich ist jünger und zeigt zeitlose Kompositionen, die die Zukunft des Gartens verkörpern. Er ist Vorbote für die Abenddämmerung des Lebens. Dazu gehören der „Garten des Sonnenuntergangs“, der „Garten einer Sommernachtträumerei“, der „Altar der abendlichen Harmonie“, der „Garten des roten Mondes“, der „Garten der Sternennächte“, und der „Garten der alten Eiche“.

Der Botanische Garten der Haute-Bretagne ist eine zeitgenössische Anlage in einem 25 ha großen Landschaftsgarten aus dem Jahre 1848.

Die Gärten lassen sich in drei Gruppen einteilen, die auf den Frühling, den Sommer und den Herbst anspielen.

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Die Allee der weißen Perlen besteht aus fünf unabhängigen Räumen, für die der Gartenarchitekt fünf Prinzipien aufgestellt hat, die die aus seiner Sicht elementaren Aspekte der Gartengestaltung unterstreichen.

Der Garten aus tausendundeiner Nacht ist durch die islamischen Wassergärten inspiriert. Durch ihn fließt ein Kanal an dessen Ende drei Zypressen aufragen. Der Ort ist gehüllt in die Melodie des Wassers, die Farben und Düfte der Blumen.

Die antike Stadt oder der Garten aus Alkinoos: Drei der zentralen Vierecke, die mit Wacholderreihen eingefasst sind, setzen den Garten in Szene. Das Bühnenbild bestimmen klassische mit Kletterrosen bewachsene Säulen. Das vierte Viereck hat seine ursprüngliche Funktion als Gemüsegarten bewahrt. Eine Staudenrabatte umfasst die antike Stadt wie ein Fries, der den dominant grünen Alleenbereich zum Leben erweckt.

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Die Stadt Knossos lehnt sich an die Mauern der antiken Stadt an. Dieses musikalische Labyrinth, das Sehbehinderten den Weg durch den Garten ermöglicht, lädt zur Entdeckung einer umfangreichen Kameliensammlung ein.

Das Bambuswäldchen ist ein Irrgarten aus Räumen, die sich zu einem mit Lotus bewachsenen Bassin hin öffnen, das mit drei von Zwergbambus bewachsenen Pyramiden verziert ist.

Zum geheimen Garten gelangt man über eine monumentale Treppe. Er nimmt die mittelalterliche Tradition des «giardino segreto», eines «Zimmers im Grünen», wieder auf.

Die Allee der alten Rosen erzählt die Geschichte der Rosen von den ersten bekannten Exemplaren der Antike bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts und von vielfältigen Züchtungen und Kreuzungen, die ein Geheimnis bleiben – eine Geschichte, die durch die natürliche Schönheit dieser Sträucher, ihre anmutigen Blüten und ihren delikaten Duft verherrlicht wird.

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Im Garten des Dionysos wachsen Sträucher und Stauden im Wechsel; wilder Wein mildert die rechtwinklige Einfriedung des Eingangs.

Im Garten des Olymp symbolisieren vier Kreise die 12 olympischen Götter und Göttinnen sowie die Töchter des Zeus: die zwölf Stunden, die neun Musen und die drei Grazien. Gegenüber vom Olymp ist die Büchse dargestellt, die Zeus der Pandora gegeben hat und die alles Übel der Menschheit, aber auch die Hoffnung enthielt.

Im Robinson-Labyrinth können Kinder ein grünes Labyrinth erkunden.

Der prähistorische Garten ruft die Flora der Kreidezeit vor 100 Millionen Jahren, vor dem Aussterben der Dinosaurier, in Erinnerung.

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Der Garten der Morgensonne bietet eine sanfte Mischung aus Steinen, Wasser und Vegetation. Der Klang eines Wasserfalls bettet ihn ein. An diesem Ort zählt allein die abstrakte Schönheit der Natur, der Pflanzen und der Steine. Die Bäume sind Kunstwerke, die ständig in Form geschnitten werden. Eine Allee im „Vogelflug der Gänse“ leitet die Besucher von der roten Brücke bis zur Laterne aus Granit. Drei Aspekte der japanischen Gartenkunst werden zitiert: der Spaziergarten, der Zen-Garten und der Teegarten.

Im Hain wachsen sechs im Dreieck gepflanzte Eiben.

Der Garten der Blauen Quelle ist um einen Teich herum angelegt. Hier gedeihen Stauden in verschiedenen Blautönen – Symbole der absoluten Liebe und der Suche nach der Ewigkeit.

Der Garten der vier Jahreszeiten soll den Besuchern zu jeder Jahreszeit einen stimmungsvollen und nostalgischen Blick ermöglichen. Vier Beete repräsentieren die verschiedenen Jahreszeiten. Vier Pfade mit japanischen Trittsteinen erlauben Besuchern an ihrem 20., 40., 60. oder 80. Geburtstag, den «Liebesbaum» zu berühren.

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Die Allee der Rosen wird von modernen Rosen mit speziellem Charme, eindringlichen Düften und belebender Blütenfülle gesäumt.

Der Altar der abendlichen Harmonie verfügt über eine Azaleensammlung und rosa „moschata“. Das zentrale Tetrapylon bietet Ausblicke auf die angrenzenden Gärten.

Der Garten der Sternennächte versteckt sich in der Lichtung des kleinen Wäldchens «der Vertraulichkeiten». In dieser heiligen Mitte ist das dunkle Laubwerk mit schönen gelben Blütenkronen von Taglilien wie von Sternen übersät.

Im Garten einer Sommernachtsträumerei gedeihen Sammlungen von Schmucklilien, Montbretien, Sonnenhüten und Pfingstrosen, die in kleinen quadratischen Beeten gepflanzt sind.

Adresse:
Parc Botanique de Haute-Bretagne
35133 Le Châtellier

Lat 48.429799 – Lon -1.260724

botanique@me.com
www.parcfloralbretagne.com

Eigentümer: Privat

Eintrittspreis: Erwachsene 10.90 Euro

Öffnungszeiten:
Vom 1. März bis 15. November täglich geöffnet
Im Juli/August von 10.30 bis 18.30 Uhr
Von April bis Juni und September 11.00 bis 18.00 Uhr
Im März, Oktober und November von 14.00 bis 17.30 Uhr

Führungen: Nur für Gruppen

Touristische Informationen:
B&B: ja
Shop: ja
Restaurant/Café: ja
WC: ja