Sanssouci, Potsdam


Europäischer Gartenpreis 2014

 

Seit 1990 ist der Park Sanssouci Teil der größeren Stätte des Weltkulturerbes „Schlösser und Parks in Berlin und Potsdam“. Es ist hilfreich, aus den UNESCO-Unterlagen zu zitieren: „Potsdam-Sanssouci – häufig als „preußisches Versailles“ bezeichnet – stellt die Manifestation einer großen Anzahl von Einflüssen aus Italien, England, Flandern, Paris und Dresden dar. Das Schloss und der Park sind eine Synthese der Kunstrichtungen in europäischen Städten und Höfen des 18. Jahrhunderts und bieten neue Modelle, welche die Entwicklung der Kunstdenkmäler und die Organisation des Raumes stark beeinflussten“.

Im Jahr 1995 wurde die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin-Brandenburg gegründet, um sich um Sanssouci und andere ehemalige kaiserliche Paläste und Parks in und um Berlin zu kümmern. In einem Masterplan sind entscheidende restauratorische Maßnahmen (auch in Bezug auf Sanssouci) aufgeführt und ihre Realisierung soll bis 2017 mit etwa 155 Millionen Euro durchgeführt werden.

Zahlreiche Veranstaltungen, z.B. im Literatur- und Musikbereich, aber auch neue Ideen wie die After-Work-Führungen locken neue Besucher an. Gute Kommunikation ist ebenfalls sehr wichtig: ein Besucher-Magazin „sans,souci“ (ohne Sorgen) wird viermal im Jahr herausgegeben und liegt zwei lokalen Tageszeitungen bei. Marketing, Kommunikation und Design der Stiftung wurden in den vergangenen Jahren mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet.

Zurzeit findet eine innovative Freiluftausstellung im Park von Sanssouci statt: „Paradiesapfel“. Diese lädt die Besucher dazu ein, all ihre Sinne zu benutzen und den Park als ein historisch gewachsenes und sich entwickelndes Gesamtkunstwerk zu erleben. Die Ausstellung regt das Interesse an neuen Erkenntnissen an und bietet Einblicke in königliche Garten-Welten. Insgesamt 19 Stationen und mehrere „Interventionen“ im Park laden dazu ein, die unterschiedlichen Facetten der Anlage – wie „Anbau“, „Design“ oder „Vergnügen“ – zu erleben.

Der Jury gefiel diese Mischung aus Weltkulturerbe und modernen Ideen und man einigte sich auf Sanssouci als einen der diesjährigen Finalisten.

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