Die künstlerische Vision des niederländischen Gartenarchitekten Piet Oudolf

Seit Juli 2011 kann der Hammer Maximilianpark in einem Atemzug mit dem New Yorker Battery Park, dem Millennium Park in Chicago oder dem Dream Park in der Nähe von Stockholm genannt werden. Gemein ist diesen Parks, dass sie sich glücklich schätzen, einen Stauden- und Gräsergarten des international renommierten Gartenarchitekten Piet Oudolf (www.oudolf.com) zu ihren Attraktionen zu zählen.

Die klangvollen Titel GartenKunst und NaturGestalten mögen bereits einen ersten Hinweis auf die künstlerische Vision geben, die Piet Oudolfs eigens für den Maximilianpark entworfenen Pflanzenkompositionen zugrunde liegt. Für die Pflanzung GartenKunst wurde 2010 eine Pflanzfläche von rund 4.000 m2 angelegt, die mit 26.000 Stauden und Gräsern in 60 verschiedenen Arten und Sorten bepflanzt wurde. Die 2011 neue angelegte Pflanzfläche NaturGestalten umfasst ca. 2.000 m2 und wurde mit 16.000 Stauden in 61 verschiedenen Arten und Sorten bepflanzt.

Gemäß seinem Credo, einen Garten nicht isoliert von seiner Umgebung zu betrachten, ließ sich der Gartenarchitekt für seine Rauminszenierungen von der bereits vorhandenen Kulisse des Maximilianparks inspirieren. Diese wartet mit ihrem z.T. dichten Baumbestand nicht nur mit einem wichtigen räumlichen Aspekt auf, sondern sorgt des Weiteren auch für ein zuweilen einzigartiges Spiel von Licht und Schatten.

Zu Recht gilt Oudolf, der über ein beeindruckendes Pflanzenwissen verfügt, als einer der renommiertesten zeitgenössischen Gartengestalter, dessen Ruf u.a. auf seinem bemerkenswerten Gespür für Kompositionen und künstlerische Sensibilität fußt. Diesem ist es zu verdanken, dass im Maximilianpark eine außergewöhnliche, dynamische Pflanzenkombination entstanden ist, die im saisonalen Verlauf einem ständigen Wandel unterworfen ist und zu allen Jahreszeiten an ansprechendes Bild bietet. Piet Oudolf kombiniert – teils in großen Gruppen zusammengepflanzt, womit er eine imposante Fernwirkung erzielt – gekonnt eine Fülle verschiedener Stauden und Gräser, durch deren gezielte Wiederholung die Pflanzungen an Rhythmus gewinnen. Dabei kommt der Blütenfarbe, der oft nur wenige Wochen blühenden Pflanzen, gegenüber ihrer strukturellen Wirkung eine eher untergeordnete Bedeutung zu, sind doch Strukturen fast so etwas wie ein Markenzeichen der Pflanzenverwendung Oudolfs. Mit Verzicht auf einen Rückschnitt im Herbst dürfen sich die Besucher des Maximilianparks somit auch in der kalten Jahreszeit an dem strukturellen Konzept der Pflanzenkompositionen erfreuen, das insbesondere bei Schnee und Raureif eine winterliche Wunderwelt darstellt.

Durchzogen von gewundenen Pfaden laden Piet Oudolfs Pflanzungen die Besucher des Maximilianparks zu floralen Streifzügen durch ein Meer beeindruckender Stauden- und Gräserformationen ein. Die Punkte des Zusammentreffens der einzelnen Pfade fungieren dabei als zentrale Raumelemente der Anlage. Sie laden zum Verweilen ein und entsprechen zugleich einem Ideal der Konzeption Oudolfs, der Möglichkeit, die Natur aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und genießen zu können.

Pflanzlisten von den Stauden- und Gräsergärten können angefordert werden. Telefon: 02381-98210-0.