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EUROPÄISCHES GARTENNETZWERK – EGHN

Jardin des Hespèrides

Von der Legende zum Wissen

Aufgeteilt in acht verschiedene Themenbereiche – der Garten von Loire-Atlantique, der Garten der Welt, der Garten der neuen Früchte, der Garten der wild wachsenden Früchte, der Neolithische Garten, der mediterrane Garten, der Obstgarten der Botaniker und der Erdbeergarten -, ermöglicht der Garten der Hesperiden die Entdeckung der Vielfalt der Pflanzenwelt, die mit der Vielfalt der Menschen einhergeht.

Die zeitgenössische Anlage ist ein lebendiges Museum zu Ehren der Früchte aller fünf Kontinente der Erde.

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Der Garten ist in acht verschiedene Themenbereiche aufgeteilt: der Garten von Loire-Atlantique, der Garten der Welt, der Garten der neuen Früchte, der Garten der wild wachsenden Früchte, der Neolithische Garten, der mediterrane Garten, der Obstgarten der Botaniker und schließlich der Erdbeergarten. Entlang der Wege erfährt der Besucher alles über die Früchte, ihre Geschichte und die Symbolik der mehr als 200 verschiedenen Obstbäume. Dieser fruchtbare Ort, reich an Wissen und voller Reize, nimmt den Besucher mit auf eine wundervolle Reise durch Raum und Zeit.

Die Menschen haben meistens eine widersprüchliche Beziehung zu den Früchten (verlorengegangener Geschmackssinns, wenig Auswahl beim Einkauf, industrielle Obstproduktion, etc.). Dieser Garten zeigt den Besuchern, was eine Frucht ist, wie man sie auswählt, wie man über sie spricht und nicht zuletzt, wie man sie genießt.

Der Garten von Loire Atlantique: Hier ist der Artenreichtum an Früchten, die aus dem Departement stammen, vereint. Ein Artenreichtum an Äpfeln, Birnen, Pfirsichen, Kirschen und Erdbeeren, der durch die neuen Anbautechniken, das Aufkommen von Spezialplantagen und die selektive Vermarktung in Vergessenheit geraten ist.

Der Garten der Welt: Seit es Menschen gibt, geht die Geschichte der Früchte mit der Geschichte der Zivilisationen einher. Jede Frucht hat ihren regionalen Standort und ihre Geschichte, die oft bewegt, originell oder komisch ist. Die phönizische, römische und arabische Kultur, die Seiden- und Gewürzstraße, die Kreuzzüge, die Expeditionen und die menschliche Abenteuerlust haben zur Verbreitung der Pflanzen und Obstbäume jenseits ihres Ursprungslands beigetragen.

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Der Garten der Neuen Früchte: Dank des großen Artenreichtums in der Pflanzenwelt finden wir auch heute noch zahlreiche Wege, sie mit Leidenschaft zu erforschen. Die ungeheure Anpassungsfähigkeit der Pflanzenwelt in Verbindung mit einer wachsenden Kommunikation zwischen den Menschen begünstigt das Aufkommen neuer Obstsorten. Eingreifen des Menschen in die Natur, neue Sorten durch Veredlung, Magie des Lebens mit erstaunlichen und fantastischen Überraschungen: Die Natur bietet uns alles in Hülle und Fülle.

Der Garten der Wildwachsenden Früchte: Alle Farben, alle Größen, aus allen Jahreszeiten: Die wild wachsenden Früchte funkeln entlang der Wege leuchtend oder dezent im Unterholz oder in den Wäldern. Bis zum Aufkommen des Obstanbaus wurde das Wissen empirisch weiter vermittelt: ihre Verwendung, ihre therapeutische Wirkung bzw. ihr kulinarischer Nutzen, ihre eventuelle Giftigkeit. In diesem Garten stehen nur essbare wild wachsende Früchte.

Der Neolithische Garten: Seit es den Menschen gibt, hat er Früchte gesammelt, um sich zu ernähren. Der Mensch, der in den Tropen geboren wurde und mit den Ressourcen seiner Umgebung umzugehen wusste, sammelte die zahllosen Früchte, die ihm die Vegetation in diesem besonders günstigen Klima in allen Jahreszeiten in Hülle und Fülle bot. Das Sammeln dieser Früchte, das die meisten heutzutage gar nicht kennen oder vergessen haben, hat eine lange Tradition, die auf die Anfänge der Menschheit zurückgeht. Der Mensch holte sich aus der Pflanzenwelt die Grundlage für seine Ernährung, wobei er den Fortbestand der Pflanzen schützte.

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Der Mediterrane Garten: Die geobotanischen Studien haben gezeigt, dass die Mittelmeerregion relativ arm an Obstsorten war. Diese Region hat das Aufkommen des Pistazien- und des Johannisbrotbaums, der Wildkirsche und der Eberesche miterlebt. Die meisten Zitrusfrüchte stammen ursprünglich aus Asien. Da viele Obstsorten in dieser Region günstige Bedingungen für ihre Entwicklung vorfanden, haben sie sich optimal angepasst. Dank dieser Akklimatisierung ist die Mittelmeerregion heute ein wahres Obstgebiet.

Der Obstgarten der Botaniker: Die Grenze zwischen Gemüse und Obst ist komplex. Der Verbraucher unterscheidet die Pflanze, die im allgemeinen gesalzen gegessen wird, von der Pflanze, die gezuckert konsumiert wird. Was die Wissenschaftler anbelangt: Sie stufen die Pflanzen nach ihrer botanischen Zugehörigkeit ein.

Der Erdbeergarten: Die Erdbeerpflanze ist eine krautige Pflanze, die auf allen Kontinenten vorkommt. Ihr lateinischer Name fragaria stammt vom Verb fragare, was duften bedeutet. Die Erdbeere, ausgestattet mit zahlreichen therapeutischen Wirkkräften, von hohem Ernährungsnutzen und geschichtsträchtig in zahlreichen Mythologien, ist eine eigenartige Frucht. Die eigentlichen Früchte der Erdbeerpflanze sind die Achänen, die über das rote Fruchtfleisch verteilt sind.

Der Garten der wurde 1997 von Obstliebhabern angelegt und im Jahre 2002 von Jean-Marie Pelt, einem bedeutenden europäischen Biologen und Autor mehrerer Bücher zum Thema Früchte, feierlich eröffnet. Heute findet man hier eine Vielzahl von Obstsorten, und er gilt als einer der schönsten Gärten Frankreichs. Die Inszenierung der Obstbäume, die durchgängig essbare Früchte tragen, ist nicht alltäglich. Während der gesamten Besichtigung, die etwa eineinhalb Stunden dauert, trifft man auf Formen und auf Geschmacksrichtungen, die unbekannt sind oder die viele Besucher fast vergessen haben.

P101057944240 La Chapelle-sur-Erdre
tel: (33) 02 40 72 03 83
fax: 05253 / 95 – 2209
E-Mail: jardinhesperides@free.fr
http://jardinhesperides.free.fr

Eigentümer und Verantwortliche:
Herr Besseas und Herr Lopes

Öffnungszeiten:

  • Vom 1. Mai bis zum 15. Oktober
  • Für Einzelpersonen Führungen von Dienstags bis Samstags um 16.00 Uhr nach Vereinbarung und Sonntags.
  • Führungen um 10.30 Uhr, 15.00 Uhr und 17.00 Uhr.
  • Gruppen, Vereine, Verbände: Bitte einen Termin bei uns erfragen.
  • Nur geführte Besichtigungen möglich.

Preise:
Erwachsene 7,60€, Kinder und Jugendliche 4,10€, Gruppen ab 5,90€.

Touristische Informationen:

  • Gastronomie: Terrasse où sont proposés des rafraîchissements.
  • Boutique: oui avec vente de fruits de saison.
  • Toilette: oui.
  • Aire de repos: terrasse.
  • Durée de visite: 1h30
  • Accessibilité: oui
  • Animation spéciale enfants: visites pédagogiques, scolaires et étudiants
  • Cafe/Restaurant: Getränke und Snacks werden auf der Terrasse angeboten
  • Shop: ja,
  • Verkauf von saisonalem Obst und Gemüse Toiletten: ja.
  • Durchschnittliche Aufenthaltsdauer: 90 Minuten
  • Barrierefreier Zugang: ja

Programm für Kinder:
Themenführungen

Übersichtskarte und weitere Informationen über den Park:

  • Beschilderung an den Bäumen
  • Hinweisschilder für jeden Garten
  • Kein Gartenplan, da nur geführte Besichtigungen