X

EUROPÄISCHES GARTENNETZWERK – EGHN

Kurpark Bad Salzuflen

Bad Salzuflen gehört zur Spitzengruppe der Heilbäder mit Sole- und Thermalquellen. Der Kur- und Landschaftspark ist mit rd. 126 ha auch einer der größten seiner Art.

Mittelpunkt des Ortes ist der alte Salzhof, auf dem bereits im Jahre 1048 das kostbare Salz gesiedet wurde. Das erste Gradierwerk wurde im Jahre 1770 fertig gestellt. Heute werden sie als Freiluftinhalatorien benutzt.

Die Kurparkanlagen lassen sich in drei Bereiche unterteilen, die sich in ihrer Anlage und Gestaltung deutlich unterscheiden.

1872 schuf der lippische Hofgärtner Kahl den Rosengarten an den historischen Badehäusern. Ab 1907 begann man im Zusammenhang mit dem Bau des Kurhauses und der Erbohrung des Leopoldsprudel mit der Anlage des „Neuen Kurparks“ zwischen der Parkstraße und der Salze. Auffällig sind die zahlreichen Ruhebänke. Eine Vielzahl unterschiedlicher, teils seltener Baum- und Straucharten belegen den Wert des Kurparks, wie z.B. der alte Ginkgobaum im Rosengarten.

Der sich anschließende Landschaftspark mit seinem naturnahen Charakter nimmt die größte Fläche des Kurparkbereiches in Anspruch. Er wurde zusammen mit dem großen Parksee 1908 angelegt und seitdem ständig erweitert.

Bad Salzuflen gehört seit Beginn des 20. Jahrhunderts zur Spitzengruppe der Heilbäder mit Sole- und Thermalquellen (externer Link) in Deutschland. Der Kur- und Landschaftspark des lippischen Staatsbades ist mit einer Ausdehnung von 126 ha eine der größten Anlagen seiner Art.

Mittelpunkt des am kleinen Fluss Salze gelegenen Ortes ist der alte Salzhof, auf dem bereits nach erster urkundlicher Erwähnung im Jahre 1048 das kostbare Salz gesiedet wurde. Durch den Handel mit dem „weißen Gold“ erlangte die Stadt in früheren Jahrhunderten großen Reichtum, der noch heute an den reich verzierten Bürgerhäusern der Weserrenaissance abzulesen ist.


Das erste Gradierwerk, mit dem man die Konzentration der Sole erhöhte, wurde im Jahre 1770 fertig gestellt. An der mit Schwarzdorn (Schlehe) aufgefüllten Holzkonstruktion verdunstete das Wasser und das Salz kristallisierte sich heraus. Durch die Gradierung konnte der Salzgehalt der Sole von sechs auf circa 20 Prozent erhöht werden. Heute werden die Gradierwerke als Freiluftinhalatorien benutzt.

1818 verabreichte der Begründer des Salzufler Kurbades, Dr. Heinrich Hasse, die erste Solebadekur. 1855 wurde das Badehaus errichtet. Diesem folgte 1895 der Bau eines großzügigen Bade- und Kurmittelhauses mit Sole-Hallenbad und Inhalatorium am Rosengarten. Ab 1900 fand das gesellschaftliche und kulturelle Leben seinen Mittelpunkt im pompösen Kurhaus. Mit der Erbohrung des Leopoldsprudels 1905 erschloss das Bad die erste Thermalquelle. Der Namenszusatz “Bad” durfte jedoch erst ab 1914 geführt werden.

Die Kurparkanlagen lassen sich in drei Bereiche unterteilen, die sich in ihrer Anlage und Gestaltung deutlich unterscheiden.


1872 schuf der lippische Hofgärtner Kahl den Rosengarten an den historischen Badehäusern. Die Blüten- und Duftfülle der zahlreichen Rosen, Stauden und Sommerblumen ließen den Garten zu einem sinnlichen Erlebnis werden. In Kombination mit der salzig-frischen Luft des Sole versprühenden Gradierwerks konnten die Kurgäste auf der Promenade angenehm wandeln und ruhen.

Im Juni 2009 wurde der Rosengarten nach diesem historischen Vorbild wieder angelegt. Mit über 3.000 Rosen und 800 dazu passenden Stauden wie Lavendel, Salbei und Schleierkraut können die Besucher nun wieder die beeindruckende Duft- und Blütenpracht genießen. Die nach historischen Vorbildern angefertigten Sitzbänke laden wie auch die überarbeitete Brunnenanlage aus Kalkdolomitgestein zum Verweilen ein.


Mit der Eröffnung des modernen Kurgastzentrums ist 1983 auch der Vorplatz neu gestaltet worden. Bunte Wechselbepflanzungen akzentuieren seither diesen Bereich, der auch durch seine eigenwillige Gestaltung auffällt.

Ab 1907 begann man im Zusammenhang mit dem Bau des Kurhauses und der Erbohrung des Leopoldsprudel mit der Anlage des „Neuen Kurparks“ zwischen der Parkstraße und der Salze. Heute kennzeichnen diesen Bereich typische Gestaltungselemente aus der Umgestaltungsphase der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Auffällig sind die zahlreichen Ruhebänke, die sich nicht nur entlang der Wege, sondern häufig auch etwas abseits davon hinter abschirmenden Baum– und Strauchgruppen befinden. Hier kann man seine Seele baumeln lassen und dabei der von der Konzerthalle herüber wehenden Musik lauschen. Seit 2010 empfangen 25 tanzende Fontänen den Besucher auf dem neu gestalteten Platz vor der Konzerthalle.


Der sich anschließende Landschaftspark nimmt die größte Fläche des Kurparkbereiches in Anspruch. Er wurde zusammen mit dem großen Parksee 1908 angelegt. Reizvoll ist der Blick von den nahen Seeterrassen auf den See mit seiner hohen Fontäne. Seit 1950 wurde der Park ständig erweitert. Er erzeugt zu allen Jahreszeiten eigene Stimmungsbilder. Trotz der intensiven Pflege zeichnet den Landschaftspark ein naturnaher Charakter aus, der durch die Baumkulissen noch gesteigert wird. Die einheimische Bevölkerung und die Kurgäste nutzen diesen Bereich für diverse Freizeitaktivitäten. Am Übergang in die freie Landschaft befindet sich ein Wildgehege. Entlang der Salze führen weitere Wege in das umliegende Lippische Bergland.

Eine Vielzahl unterschiedlicher, teils seltener Baum- und Straucharten steigern zusätzlich den Wert des Kurparks Bad Salzuflen. Zu den ausgefallenen Gehölzen gehören der alte Ginkgobaum im Rosengarten, die Moupin-Weide (Salix moupinensis) im Hauptkurpark, mehrere Sumpfzypressen (Taxodium distichum) sowie eine Likiang-Gebirgsfichte (Picea likiangensis) aus dem chinesisch-tibetischen Grenzgebiet. Weiter weist der Kurpark allein 13 verschiedene Ahornarten auf.

Seit 2007 besitzt Bad Salzuflen am Eingang zum Kurpark eine weitere Attraktion, nämlich ein begehbares ErlebnisGradierwerk mit illuminierter Sole-Nebelkammer. Damit konnte das ehemalige, T-förmig angelegte Gradierwerk-Ensemble, welches das Stadtbild seit 1767 prägt, wieder hergestellt werden.

ET_owl_besinfo_salzuflen

 

Staatsbad Salzuflen GmbH
Parkstraße 20
32105 Bad Salzuflen (Kreis Lippe, NRW)
Tel: 05222-183183
E-mail: info@bad-salzuflen.de
www.bad-salzuflen.de

Eigentümer: Stadt Bad Salzuflen

Öffnungszeiten:
Der Park ist ganzjährig zugänglich

Preise:
Kurpark (16 ha): 3.00 Euro, ermäßigt 2.50 Euro, Kinder 1.50 Euro
Gruppen ab 10 Personen: 2,00 Euro
Landschaftsgarten (104 ha): Kostenloser Zutritt

Kulturprogramm und Ausstellungen:
Aktuelle Informationen zum Kulturprogramm finden Sie auf der Website www.bad-salzuflen.de
 

Touristische Informationen:

  • Cafe/Restaurant: Im Kurpark, Biergarten am Kurparksee
  • WC: Im Kurhaus und in der Wandel- und Konzerthalle
  • Parken: Parkplatz Sophienstraße, Parkhaus P2 (beide kostenpflichtig)
  • Übersichtskarte und weitere Informationen über den Park: im Kurgastzentrum
  • Bänke im Park: Bänke und Liegen sind zahlreich vorhanden
  • Durchschnittliche Aufenthaltsdauer: Halber bis ganzer Tag
  • Die Wege im Park sind für Menschen mit Gehbehinderungen zugänglich
  • Programm für Kinder: Nein
  • ErlebnisGradierwerk mit Sole-Nebelkammer am Kurparkeingang
  • Wasserspiel mit musikalischer Untermalung
  • Konzerte des Bad Salzuflen Orchesters in der Konzertmuschel
  • Wandalhalle mit Trinkbrunnenausschank, Fahrrad- und Rollstuhlverleih
  • Kneipp-Anlage und Kneipp Erlebnisparcours
  • Wildgehege und Volieren im Landschaftsgarten

Anfahrt:
Vom Bhf. Bad Salzuflen, Buslinien 944/945, Richtung Waldemeine bis Kurgastzentrum