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EUROPÄISCHES GARTENNETZWERK – EGHN

Promenade Münster und Aaseepark

Südwestlich der Münsteraner Altstadt, befindet sich mit dem Aasee und den umgebenden Grünanlagen ein zentraler Baustein für das Grünsystem der Stadt Münster. Besonders der westliche Seebereich ist durch seine naturnahe Gestaltung und großzügigen Überschwemmungsgebiete mit Flachwasserzonen und Feuchtbereichen eine wichtige ökologische Bereicherung im Naturhaushalt der Stadt.

Im Gegensatz dazu sind die Anlagen in unmittelbarer Stadtnähe durch weite, modellierte Rasenflächen und großzügige Strauch- und Baumgruppen gärtnerisch intensiver gestaltet und haben eindeutigen Parkcharakter.

Die historische Wallpromenade, die direkt an den Aasee anschließt und sich wie ein Ring um Münster legt, hat eine lange Geschichte. Versehen mit einer vierreihigen Lindenallee und vielen Zeugnissen der historischen Entwicklung der Stadt und ihrer Befestigung, ist die Promenade Erholungsgebiet und zentrale Verkehrsachse für Radfahrer zugleich.

Südwestlich der Münsteraner Altstadt, befindet sich mit dem Aasee und den umgebenden Grünanlagen ein wichtiges Naherholungsgebiet im Kernmünsterland. Besonders der westliche Seebereich ist durch seine naturnahe Gestaltung und großzügigen Überschwemmungsgebiete mit Flachwasserzonen und Feuchtbereichen eine wichtige ökologische Bereicherung im Naturhaushalt der Stadt.

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Im Gegensatz dazu sind die Anlagen in unmittelbarer Stadtnähe durch weite, modellierte Rasenflächen und großzügige Strauch- und Baumgruppen gärtnerisch intensiver gestaltet und haben eindeutigen Parkcharakter. Alle paar Jahre wird im Winter der zugefrorene See zu einer beliebten Eislauffläche.

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Zum Wahrzeichen der Universitätsstadt und sommerlicher Treffpunkt der Studierenden ist inzwischen der Aaseevorplatz mit drei überdimensionalen Billardkugeln des amerikanischen Künstlers Claes Oldenburg geworden. Die drei Betonkugeln mit einem Durchmesser von jeweils 3,50 Metern wurden beim ersten Skulpturenprojekt Münster im Jahr 1977 auf den nördlichen Aaseeterrassen aufgestellt. Mit Blick auf den See ist der Wewerka-Pavillon am Westufer mit Ausstellungen der Kunsthochschule und verschiedene Kunstinstallationen ein attraktives Ausflugsziel.

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Von der Bootsanlegestelle am Rande der Altstadt sind mit dem Solarschiff das Freilichtmuseum Mühlenhof, der Allwetterzoo und das LWL-Museum für Naturkunde mit angegliedertem Planetarium zu erreichen.

Die historische Wallpromenade, die direkt an den Aasee anschließt und sich wie ein Ring um Münster legt, hat eine lange Geschichte. Versehen mit einer vierreihigen Lindenallee und vielen Zeugnissen der historischen Entwicklung der Stadt und ihrer Befestigung, ist die Promenade Erholungsgebiet und Verkehrsachse für Radfahrer zugleich.

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Einige Bereiche der Promenade sind besonders hervorzuheben, z.B. die Engelenschanze. Sie ist eine früher vollständig von Wassergräben umgebene Schanzanlage der Stadtbefestigung. Aus dieser Zeit stammt noch die mächtige alte Blutbuche oberhalb des stimmungsvollen Sitzplatzes am Rande des Grabens. Oder z.B. der Kanonenberg. Von der einstigen Bastion hat man einen schönen Ausblick auf den Aasee.

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Die Promenade führt weiter über den hohen Wall der Befestigung des Neuwerks, von dem aus ein sehenswerter Blick über den Aasee und zur anderen Seite auf das Panorama der Stadt mit ihren vielgestaltigen Kirchtürmen möglich ist. Hier hat sich auch der einzige Rest der mittelalterlichen Stadtmauer erhalten, die hinter der großen Wiese des Turnierplatzes und der kanalisierten Aa erkennbar ist. Der Garten vor der Mauer wird von einer mehr als 100 Jahre alten, geschnittenen Figurenhecke begrenzt.

Über die Gerichtsstraße kommt man zur Südseite des Schlossplatzes und weiter durch die Promenadenallee zum Schloss. In Höhe der beiden ehemaligen barocken Wachhäuser hat die Promenade eine auffällige Lücke. Seit der Anpflanzung der Alleen sollte der Blick von der Stadt auf das Schloss frei bleiben.

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Der Promenadenweg führt nun weiter in östlicher Richtung, vorbei an einer alten Linde aus der ersten Generation der Promenadenbäume zum sogenannten “Wasserbären”. Das originelle Bauwerk diente mit seinem kleinen Turm und der niedrigen Mauer als Stauvorrichtung zur Regelung des Wasserstandes im Graben der äußeren Stadtbefestigung.

Die Kreuzschanze ist das einzige Befestigungswerk, das im vollen Flächenumfang erhalten blieb. Zwei kleinere Teiche sind noch als Reste des äußeren Wassergrabens erkennbar. Deutlich heben sich zwei Hügel aus dem Gelände hervor, auf denen ursprünglich Kanonen aufgestellt waren. Die gärtnerische Gestaltung der Kreuzschanze wurde im späten 19. Jahrhundert vorgenommen. Aus dieser Zeit stammen mehrere alte Solitärbäume, von denen besonders die Platanen, Buchen, verschiedene Kastanien und ein alter Trompetenbaum auffallen.

Als Bestandteil der Promenade wurde vor einigen Jahren auf der Fläche eines ehemaligen Wallfriedhofes ein Kräutergarten angelegt. Er bietet den Stadtbewohnern die Möglichkeit, verschiedene Würzkräuter sowie Heil- und Giftpflanzen kennenzulernen. Der Kräutergarten hat die klösterlichen Medizingärten des Mittelalters zum Vorbild. Ein attraktiver Sitzplatz mit bepflanztem Rondell ermöglicht einen erholsamen Aufenthalt in diesem Bereich.

Die Straßen an der Promenade sind eine bevorzugte Wohngegend des Bürgertums der Stadt. Besonders auf dem weiteren Promenadenabschnitt können wir einige repräsentative Stadtvillen des 19. und 20. Jahrhunderts erkennen. Eine gartenkünstlerische Besonderheit ist in diesem Bereich der zur Jahrhundertwende angelegte Wasserfall. Der aus großen Felsbrocken und Findlingen gestaltete Wasserfall wurde 1988 nach alten Fotografien mit großem Bürgerinteresse wiederhergestellt. Zwei malerische Teiche sind noch als Rest des äußeren Wassergrabens der Stadtbefestigung vorhanden.

Die Promenade ist für Münster von großer stadtgeschichtlicher Bedeutung, ein Gartendenkmal von überregionalem Rang und eine für das Münsterland in ihrer Geschlossenheit einzigartige historische Grünanlage, die den Vergleich mit den bekannten Wallanlagen in Köln, Bremen oder Lübeck nicht scheuen muss.

BesucherinfoAdresse:
Promenade Münster und Aaseepark
Annette-Allee 3
48149 Münster
www.aaseepark.de
www.muenster.de

Eigentümer: Stadt Münster
Öffnungszeiten: Ganzjährig geöffnet.
Eintrittspreise: freier Eintritt

Touristische Informationen: 
Restaurant/Cafe: ja>
WC: In den umliegenden Cafes und Warenhäusern. Öffentliches WC am hinteren Aasee.
Parken: In den Parkhäusern der Innenstadt und auf dem Schlossplatz. Bitte beachten Sie das Parkleitsystem.

Weitere Informationen über den Park:
Übersichtsplan/Gartenplan: Zahlreiche Hinweistafeln erläutern die Geschichte der Promenade.
Beschilderung an den Pflanzen: nein
Bänke im Park: ja
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer: Promenade 1-2 Stunden; Aaseepark 1-3 Stunden
Barrierefreier Zugang: Die Hauptwege sind für Menschen mit Mobilitätsbehinderung zugänglich
Hunde: Hunde sind an der Leine zuführen.
Fahrräder: Fahrradfahren gestattet.