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EUROPÄISCHES GARTENNETZWERK – EGHN

Revierpark Vonderort

Revierpark Vonderort und Gesundheitspark Quellenbusch

32 ha Fläche standen 1969 den Architekten zur Verfügung, um auf den „Ruinen“ eines Stadtparks im Geiste der Jahrhundertwende bis 1973 den Revierpark Vonderort zu planen.

Ein vier Kilometer langer Rundweg erschließt die stillen, naturnahen Zonen, die im Herbst und Winter besonders reizvoll sind, ebenso wie die Sommeraktivitäten: Spielwiesen, Ruder- und Tretbootfahren, Minigolf, Wasserspielplatz, Bocciabahn und vieles mehr. Vielfältige Wellness-Angebote laden außerdem die Besucher ein, hier ihre Freizeit zu genießen.

Im angrenzenden Gesundheitspark Quellenbusch, der im Rahmen der Internationalen Bauausstellung EmscherPark (IBA) entstanden ist, kann man Entspannung für alle Sinne finden, aber auch Energie tanken. Gemüse-, Apotheker- und Kräutergarten, Gesundheitspyramide, Energiespirale, Bewegungslabyrinth, Meditationsgarten und Kneippanlage bilden einen besonderen Ort für Körper, Geist und Seele, für Einklang und Harmonie. Das transparente Gesundheitshaus mit Cafeteria lässt die Natur herein und verkündet seine Philosophie nach außen.

Ein Spaziergang im Revierpark Vonderort und im angrenzenden Gesundheitspark Quellenbusch mit ihren Landschaften, Gartenräumen, Gestaltungselementen und Angeboten ist auch ein Weg in die Parkgeschichte des Ruhrgebietes.

Der Revierpark Vonderort ist stets einen Besuch wert. Ein vier Kilometer langer Rundweg erschließt die stillen, naturnahen Zonen, die im Herbst und Winter besonders reizvoll sind, ebenso wie die Sommeraktivitäten: Spielwiesen, Ruder- und Tretbootfahren, Minigolf, Wasserspielplatz, Bocciabahn und vieles mehr.

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Im Gesundheitspark Quellenbusch kann man Entspannung für alle Sinne finden, aber auch Energie tanken. Gemüse-, Apotheker- und Kräutergarten, Gesundheitspyramide, Energiespirale, Bewegungslabyrinth, Meditationsgarten und Kneippanlage bilden einen besonderen Ort für Körper, Geist und Seele, für Einklang und Harmonie. Das transparente Gesundheitshaus mit Cafeteria lässt die Natur herein und verkündet seine Philosophie nach außen.

Städtebauliche Parkgeschichte im Ruhrgebiet – der Revierpark Vonderort

Nicht nur die großen Industriestädte – hervorgegangen aus den Bürgerstädten der Hellwegzone –, sondern auch die kleinen, durch die hochindustrielle Phase des ausgehenden 19. Jahrhunderts geprägten Industriestädtchen legten ihre Stadtgärten an. Sie schufen damit die Grundlage für die heute so bedeutsamen innerstädtischen, wohnungsnahen Grünflächen. So war es auch als in den 1920er Jahren die Industriestadt Osterfeld (heute zu Oberhausen gehörig) den Stadtwald pachtete und einen Entwurfswettbewerb für einen Waldpark ausschrieb. Wenn auch der Waldpark zunächst dem Repräsentationswillen der zurückliegenden Jahrhundertwende verpflichtet war, so waren doch gestalterische und funktionelle Elemente der Volksgartenbewegung nicht wegzudenken. Klare Raumgliederung und Spielfunktionen ergänzten die romantischen Landschaftsbilder der Waldpartien.

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Die Bomben des Zweiten Weltkrieges zerstörten auch das Parkhaus „Waldhof“. Bergsenkungen ließen den Grundwasserspiegel steigen, der Waldpark Osterfeld verfiel in den Nachkriegsjahren. Als Standort für den 3. Revierpark im Ruhrgebiet begann 1969 für den Waldpark in Osterfeld eine neue Epoche: der Revierpark Vonderort.

Die volkstümliche Namensgebung „Revierpark“ spiegelte die Lage der Parks wider und wird zum Markennamen eines Parkkonzeptes im Ruhrgebietes, das in Zielgruppe, Programm und Ausstattung an die Volksparkidee der 1920er Jahre anknüpft. Die Revierparks wurden da geplant, wo das Ruhrgebiet am dichtesten besiedelt und am wenigsten attraktiv war – in der Emscherzone.

32 ha Fläche standen den Architekten zur Verfügung, um auf den „Ruinen“ eines Stadtparks im Geiste der Jahrhundertwende einen zeitgemäßen Park, einen Revierpark, zu planen.

Als unverzichtbare Ausstattungselemente galten:

  • Sport- und Spielbereich (nicht organisiert) für jedermann
  • Freizeithaus mit Saal, Lese-, Spiel- und Gruppenräumen und verbindender zentraler Halle (Kontaktraum)
  • Frei- und Wellenbad
  • Wegenetz, Ruhebereiche, Promenade (öffentlich)
  • gewerblich betriebene Schau- und Spielbereiche, Restauration.

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Mit welcher Konsequenz die „Parkmacher“ jener Zeit vom Konzept des Angebotes für die ganze Familie und einer Nutzung durch die ganze Familie ausgingen, macht eine Passage aus dem Auslobungstext zum Revierpark Vonderort deutlich, die heute fast anekdotisch anmutet:

„Die Revierparks sollen die vielfältigsten Einrichtungen für die verschiedenartigsten Bevölkerungsgruppen und Altersgruppen enthalten. Hierzu gehören beispielsweise Wasserspielplätze, Kinderautobahnen, Pferdekoppeln, Hobby-Tankstellen mit Reparatur- und Autowaschplätzen für die Parkbesucher. Ein Parkbesuch soll nicht daran scheitern, dass ein Mitglied einer Familie Autoreparaturen oder Autowäsche betreiben will.“

Die Einrichtung der kleinen gewerblichen Spielzonen führte bei der Auslobung und Planung der Revierparks zu kontroversen Diskussionen, was angesichts der Dimension und Totalität heutiger kommerzieller Freizeitparks als ein eher belächelnswertes Problem erscheint. Teile dieser gewerblichen Spielzonen wurden allerdings schon früh zurückgebaut.

1973 wurde der Revierpark Vonderort eröffnet. Der Park wächst und wandelt sich ständig für die nachfolgenden Generationen. Lediglich die Gebäude und ihre Technik altern. Die Badelandschaft der 1970er Jahre wurde in den 90er Jahren ausgetauscht. Aus der fürsorglichen Bewegungstherapie wurden vielfältige Wellness-Angebote. Der Park selbst erfährt seinen Wandel durch die Parkbesucherinnen und Parkbesucher. Die Altwaldbestände, Spielwiesen, Sportbereiche, Wege, Plätze und neuen Baumpflanzungen sind zu einem Struktur- und Nutzungsgefüge verwachsen.

Durch die zentrale Lage des Revierparks Vonderort zu den Wohngebieten der Kernzone des Ruhrgebiets ist der Park ein Ort unverzichtbarer Alltags- und Lebenskulturen des Ruhrgebietes. Auch für das Miteinander der verschiedenen ethnischen Kulturen im Ruhrgebiet ist der Revierpark Vonderort von höchster Bedeutung.

Alte Kies- und Formsandgruben waren schon damals in den 1920er Jahren sowie zur Zeit der Revierparkplanung das Flächenerweiterungspotential für den Waldpark und den späteren Revierpark. So erscheint es nur folgerichtig, wenn im Rahmen der Internationalen Bauausstellung EmscherPark (IBA) mit dem Projekt Gesundheitspark Quellenbusch das Areal um weitere 10 ha durch Einbeziehen von Deponien und aufgelassenen Kies- und Sandgruben vergrößert wurde.

Der über die Zeit fortentwickelte Konzeptansatz des Revierparks und das neue Konzept des Gesundheitsparks Quellenbusch gehen fließend ineinander über und ergänzen sich in idealer Weise. Die Bewegung im Freiraum steht dabei im Mittelpunkt.

Auf dem höchsten Punkt des Gesundheitsparks befindet sich die Gesundheitspyramide. Eine markant gestaltete Blick- und Wegeachse verbindet von dort aus die durch die Straße getrennten Parkteile.

Revierpark Vonderort
Bottroper Straße 322
46117 Oberhausen
E-mail: info@revierpark.com
www.revierpark.com

Gesundheitspark Quellenbusch
Osterfelder Straße 159
46242 Bottrop
E-mail: info@gesundheitshaus-quellenbusch.de
www.gesundheitspark-quellenbusch.de

Eigentümer:
Regionalverband Ruhr – RVR Ruhr-Grün

Öffnungszeiten:
Der Park ist ganzjährig und jederzeit zugänglich

Preise:
Der Park ist kostenlos zugänglich

Kulturprogramm und Ausstellungen:
Aktuelle Informationen zum Kulturprogramm finden Sie auf der Website www.revierpark.com

Touristische Informationen:

  • Cafe/Restaurant: Im Gesundheitshaus Quellenbusch und im Freizeithaus Vonderort
  • WC: In der Gastronomie und im Freizeithaus Vonderort
  • Parken: kostenlose Parkplätze reichlich vorhanden
  • Bänke im Park: ja
  • Durchschnittliche Aufenthaltsdauer: 1-3 Stunden
  • Behindertengerechter Zugang: Nur die Hauptwege im Park sind für Menschen mit Gehbehinderungen zugänglich.

Übersichtskarte und weitere Informationen über den Park:

  • Mehrere Übersichtskarten im Park
  • Beschilderung im Park und an den Pflanzen: im Bereich Quellenbusch

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